Gründ-Schule
Selbstständig Selbstverständlich!

Warum wollen wir ein Gründungslabor?

Lauscha ist weltweit als Glasstadt bekannt, ob durch die Erfindung des gläsernen Christbaumschmucks oder die Glasaugenprothetik. Seit 1597 hat sich ein traditionsreiches Kunsthandwerk herausgebildet, durch das hauptsächlich in Heimarbeit Glas weiterverarbeitet und veredelt wird. Doch das stadtprägende Handwerk ist am Aussterben und die Industrieproduktion ist durch Fachkräfte- und Helfermangel nur noch schwer zu bewältigen. Nicht nur der Wirtschaftszweig Glas überaltert, auch die gesamte Bevölkerung in Lauscha und Umgebung. Obwohl in vielen Firmen händeringend nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesucht wird, wandert ein Großteil der jungen Generation aus der Region ab. Viele kreative Köpfe gehen der Region so verloren.

Was wollen wir erreichen?

Der gemeinnützige Verein Kulturkollektiv Goetheschule e. V., der in jüngster Zeit mit der Eröffnung einer Künstlerresidenz und dem Aufbau eines “Artist in Residence”-Programms in Lauscha für Aufsehen gesorgt hat, will Gründerinnen und Gründern mit dem Projekt Gründ-Schule unterstützen und ihnen eine Alternative und Ergänzung zu den Existenzgründerhilfen von Arbeitsamt, HWK, IHK oder auch Banken bieten. So sollen neue berufliche Perspektiven und Möglichkeiten für Glaskünstlerinnen und -künstler, aber auch soziokulturelle Akteure, Kreativwirtschaftlerinnen und Kreativwirtschaftlern, Kunst- und Kulturschaffende sowie Handwerkerinnen und Handwerker aus einem Umkreis von 30 km und im Alter zwischen 18 und 50 entstehen, um dem Problem der Überalterung entgegenzuwirken, zu helfen das kulturelle Erbe Lauschas zu sichern, neue bunte Akzente zu setzen und die Region wieder attraktiver zu machen, damit die Bevölkerung hier bleibt, Abgewanderte wieder zurückkommen oder es auch Menschen aus anderen Regionen nach Lauscha zieht.

Wie wollen wir das schaffen?

Wir bauen alte Klassenräume so aus, dass auf 120 m² mehrere Räume entstehen, die wir ausgewählten Gründerinnen und Gründern zur Verfügung stellen können. Vier bis fünf Kandidatinnen und Kandidaten pro Jahr sollen dort an einem umfangreichen Beratungs- und Coachingsprogramm teilnehmen; über den Lauf eines Jahres sollen ihnen Möglichkeiten zur Produktentwicklung, Kontaktaufnahme und -pflege mit Gleichgesinnten, potenziellen Auftraggebern, Kunden, Unternehmen u. a. geboten werden, um so zum einen den Grundstein für eine erfolgreiche Existenzgründung zu legen, als auch um Lauscha als Ort der Künste wieder mehr in den Fokus zu rücken.

Durch verschiedenste Partner wird sich unser Beratungsplan als sehr umfangreich und exklusiv darstellen und sich somit die Chance auf eine erfolgreiche Gründung mehren. Zudem besteht eine starke Hausgemeinschaft und ein funktionierendes und unterstützendes Netzwerk, das sich in verschiedenste Bereiche erstreckt.

Veranstaltungen wie Barabende oder Kicker- und Dartturniere sowie Veranstaltungen an denen wir die Gründer und Gründerinnen vorstellen, Fortschritte präsentieren und  selbstverständlich auch ihre Erfolge feiern werden etabliert, um die Gründenden in die Strukturen und Netzwerke des Kulturkollektivs besser einzubinden und die Glasszene Lauschas an einen Tisch zu bringen, besser zu vernetzen und neue Wege in Zusammenarbeit und Entwicklung zu finden, um kollektiv, innovativer und ressourcenorientierter in die Zukunft zu blicken.

 

Wann gehts los?

Der geplante Start ist Oktober 2019.

Steigt mit uns ins Boot und wir fahren zusammen in die Richtung der aufgehenden Sonne eines attraktiveren Süden Thüringens.

Bei Interesse an unserem Projekt, ob als Gründungsinteressierte/Gründungsinteressierter oder auch einfach nur zum Informieren, könnt ihr euch bei dem Projektverantwortlichen melden.

Oder wollt ihr euch vielleicht schon direkt bewerben? Dann gibts hier ein Bewerbungsformular. Einfach ausfüllen und an den Projektverantwortlichen schicken:
Bewerberbogen

Projektverantwortlicher:

Benjamin Bäz

benjamin.baez@kulturkollektiv-goetheschule.de