Mehr als 70 Jahre für die Kunst | Ausstellung 22.2. – 8.3.2026

Zeichnung, Grafik, Malerei, Skulptur – das Werk von Alexander Sakowitz ist vielfältig. In der Ausstellung bei uns zeigt der Künstler zwei Wochen lang einen Ausschnitt dieser geballten Kreativität und Produktivität der letzten Jahrzehnte.
Stationen seiner Biographie haben sein Werk geprägt:
- 1939 geboren in einem kleinen Ort in der heutigen West-Ukraine: Rosyszcze (gesprochen Roschischtsche). Zwangsaussiedlung ins von Deutschland besetzte Polen, denn die Großmutter mütterlicherseits war Deutsche.
- 1945 Flucht nach Deutschland. Gnadau bei Magdeburg wird die neue Heimat: Der Vater ist Architekt. Dessen Zeichnungen und Skizzen sind ein früher Impuls für Alexander Sakowitz‘ künstlerischen Werdegang. Als Teenager zeichnet er Karikaturen von Lehrern und Schülern.
- 1953 Ausbildung zum Schlosser und anschließende Arbeit
- ab 1967 nach Militärdienst (NVA), Abitur in Halle und Studium in Erfurt: Oberstufenlehrer für Kunst und Deutsch in Neuhaus am Rennweg und der Goetheschule in Lauscha
- ab 1989 Freischaffender Künstler

Besonders markant und bekannt ist die Edelstahlskulptur im Lauschaer Ortsteil Ernstthal. Sowohl Flasche als auch Flamme lassen sich in dem 4m hohen Objekt erkennen. Die Skulptur steht für die Produktion von Glasflaschen und entstand im Jahr 2000 auf Anregung von Barbara Sakowitz, der langjährigen Geschäftsführerin des Glaswerks Ernstthal.

In eigener Sache
Wenn man weit ausholt, kann man sagen: ohne Alexander Sakowitz hätte es die Goetheschule in ihrer heutigen Form und Nutzung nicht gegeben. Der damalige Oberstufenlehrer im Fach Kunst war es, der den späteren Gründer und langjährigen Vorstandsvorsitzenden Toni Köhler-Terz immer wieder ermunterte, förderte und anleitete sein kreatives Potential zu entwickeln. Toni folgte seinem Mentor und stieg in Malerei und Grafik ein. Die Suche nach einem Atelier führte 2014 schließlich zur Gründung des Vereins Kulturkollektiv Goetheschule und Anmietung der ersten Räume hier.
Fotos: Manuela Römer